· 

STREET PHOTOGRAPHY ... zwischen wahrnehmung und interpretation ...

 

 

 

 

 

 

 

... die seite, die seit einiger zeit in unseren räumen aufgeschlagen liegt, zeigt die überschrift eines kapitels von

 

"Wenn wir wieder wahrnehmen" ( >>> heike pourian).

 

ein ziemlich dicker schmöker über die möglichkeiten genußvoll & spielerisch in unsere politische kraft zu kommen ...

 

auch ich bin der meinung, daß spielen & arbeiten keine gegensätze sind ...

sie treten gemeinsam in form von disziplin auf!

 

 

 

ZWISCHEN BEDEUTUNG UND BEDEUTUNGSLOSIGKEIT ,

WAHRNEHMUNG UND INTERPRETATION

 

 

 

dieser satz beschäftigt mich schon seit einigen tagen, trage ihn mit mir herum unterwegs ...

was bedeutet dies für meine fotografie? für meinen dritten beruflichen werdegang?

 

ich habe in den 70iger jahren angefangen zu fotografieren, beeindruckt von allem was um mich herum geschah. besonders die schönheit,

die ich im scheinbar bedeutungslosen, unspektakulären fand! mauern, strukturen, formen oder besondere perspektiven. die dinge, die laut geschrien haben, interessierten mich nicht!

die analoge kamera lieh mir mein vater ( edixa, spiegelreflex) und ich war lange zeit sehr unzufrieden mit meinen ergebnissen:

es sollte nicht klappen mit meinen wahrnehmungen und den fertigen bildern! die bilder reproduzierten eine sicht, transportierten aber nicht meine sicht auf die dinge & somit auch meine interpretation, es gelang mir einfach nicht.

 

sie waren zwar von bedeutung aber bedeutungslos!

 

 

 

der roman

>>> "homo faber" von max frisch

 

anfang der 80iger jahre, beeindruckte mich sehr, was zur folge hatte, daß ich das fotografieren aufgab!!

 

mir wurde klar, daß ich dem betrachter meiner bilder nicht mein gefühl vermitteln konnte, keine wirkliche bildsprache ...

ich sah ein, wie der hauptprotagonist in homo faber, die dinge zwar fokussiert zu fotografieren

aber die seele drumherum vermochte ich nicht einzufangen! mir fehlte der blick für`s ganze!

 

das änderte sich dann während meines kunststudiums in den 90igern.

 

durch die konzeptionelle fotografie begriff &, was noch viel wichtiger war, fühlte ich die wichtigkeit der beziehung zwischen

wahrnehmung & interpretation!

 

die magie liegt immer in dem, was du dir vorstellst, anstatt in dem, was du siehst!

 

durch meinen kulinarischen fotoblog ab 2009, der dann in dem gemeinsamen buch

>>> "go into your kitchen" mit >>> frau otten, 2017 seinen höhepunkt hatte,

bin ich zur straßenfotografie gekommen!

 

 

 

 

 

 

für meine straßenfotografie bedeutet das:

"worum geht es?" ist nicht das gleiche wie "was ist passiert?!!"

                                                                             (david du chemin)

 

 

 

 

 

wenn ich mir auf der straße erlaube, tief & lauschend in meine wahrnehmung zu sinken, dann wird erfahrbar, daß es so etwas wie frieden nicht nur geben müßte, sondern das es ihn wirklich gibt: in uns, in mir, auf der straße ... in jeder faser unseres seins!

 

diese gedanken nehme ich nun mit auf den weg zu meiner kleinen fototour im juni/juli ... .

 

nach den anfängen in den 70igern, den frustrierten, erkenntnisreichen 80igern, den kreativen 90igern

& schließlich den erfolgreichen 00ern ... freue ich mich auf die kommenden 20iger!!

 

es erwartet mich eine feine kreative arbeit für ein it-unternehmen ( >>> corporate street ) in marbella & frankfurt

& tolle begegnungen auf street photography festivals/walks

>>> street photo festival iserlohn &

>>> street & meet

 

ich lasse von mir hören ...

un saludo

 

 

alle fotos von meinem irlandtrip im märz`22

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0